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"Ostara" und die Ratschenbuam - was es mit Ostern wirklich auf sich hat

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ostern „Ostern“ heißt?

Die Wissenschaft ist sich nicht einig. Drei unterschiedliche Meinungen sind aber vorherrschend.

  1. Ostern kommt von „Ostara“, die germanische Fruchtbarkeitsgöttin. Sie soll aus einem Vogel einen Hasen erschaffen haben. Er bringt uns heute aus Dankbarkeit die bunten Ostereier. So wäre auch schon das zweite Geheimnis gelüftet. Der Hase als Ostersymbol.
  2. Ostern kommt von Osten (hier geht ja bekanntlich die Sonne auf). Jüngere Deutungen leiten es vom christlichen „hebdomada in albis“ (Woche in weißen Kleidern) ab, Althochdeutsch auch „eostarum“ genannt. Dies liegt auch die Vorstellung von Christus als der im Osten aufgehenden Sonne zugrunde.
  3. Ostern kommt vom mittelhochdeutschen „Urständ“ (Auferstehungen)
Suchen Sie sich selbst jene Version aus, die Ihnen am besten gefällt.
 

Nun aber zum ersten „Berühmten Österreicher“ rund um Ostern.
 

Die Ratsche. Der Brauch geht zurück bis ins 6 Jahrhundert, als es noch keine Kirchenglocken gab und die Ratschen jede volle Stunde ankündigten. Dieses Lärminstrument, bestehend aus kleinen, federnden Holzbrettchen die auf eine gerillte Holzwalze schlagen, gibt es in vielen verschiedenen Größen. Tragbar, fahrbar oder fest verankert – in jedem Fall ersetzen sie von Gründonnerstag bis Karsamstag die Kirchenglocken, die jedes Jahr um diese Zeit „nach Rom fliegen“. Frühmorgens machen sich die Ratschenbuam (meist Ministranten) auf den Weg durch die Orte und wecken unbarmherzig alle Langschläfer.

 
 
Damit man Sie nicht überhört werden dazu Ratschen-Sprüche gesprochen bzw. gesungen, wie zum Beispiel in der Oststeiermark:
 
„Wir ratschen, wir ratschen zum englischen Gruaß,
damit die Leut wissen, wann ma beten muaß.
Fallts nieder, fallts nieder auf enkere Knia (eure Knie)
und bets a Vaterunser und drei Ave Maria.“
 
Dreinagelfreitag (2. Freitag nach Ostern - benannt nach den drei Nägeln, mit denen Jesus ans Kreuz geschlagen wurde) ist ein aus dem Mittelalter stammender Kärntner Brauch, der aber unter Pilgern immer noch große Bedeutung hat. Einige tausend Pilger machen sich auf eine 50 km lange, zirka 16 Stunden dauernde Wanderung über 4 Berge. Die Pilger (auch „Bergler“ genannt) beten während ihres Marsches über den Magdalensberg, den Ulrichsberg, den Veitsberg und den Lorenziberg, Rosenkränze und Litaneien. Unterwegs werden 5 heilige Messen gelesen und 3 religiöse Andachten gehalten. Außerdem werden Getreidekörner gegen geweihte Körner getauscht, die zu Hause ins Saatgut gemischt werden, damit die Ernte reich ausfällt.
Für treue „Bergler“ ist eine Platz im Paradies reserviert – einfach 3x teilnehmen!
 
Ein weitere sehr imposant anzusehender Brauch vielerorts in Österreich ist das Osterfeuer. Früher vertrieb man damit die Hexen und Dämonen. Während der Türkenzeit diente es auch als Signal- und Warnfeuer. Auch wird es als vorchristliches Frühlingsfeuer gedeutet und wird sogar mit dem Leben Christi als Freudenfeuer zur Auferstehung in Verbindung gebracht. Im Raum Graz zum Beispiel werden bis zu 2.500 Osterfeuer entzündet. In Gerlos im Zillertal wird am 15. April 2006 ein tolles Fest rund um das Osterfeuer stattfinden.
Seien Sie dabei – näheres unter www.landhotels.at/maria-theresia