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Ein Star für die Ewigkeit
Wolfgang Amadeus Mozart
Der bekannteste Österreicher aller Zeiten wird in diesem Jahr mit einem vielfältigen Veranstaltungsreigen gefeiert, zum 250. Mal jährt sich der Geburtstag des „Musikgenies“. Geboren am 27. Jänner 1756 in Salzburg, gestorben am 5. Dezember 1791 in Wien. Dazwischen Wunderknabe, freischaffender Künstler und - gemäß Köchelverzeichnis - Schöpfer von 626 Werken. Neue Museen, aufsehenerregende Opernaufführungen und außergewöhnliche Konzertreihen, Festivals und Galas, Messen, Sonderausstellungen und Gesprächsreihen - ein ganzes Jahr wird "unser aller" Ausnahme-Musiker 2006 im Mittelpunkt stehen.
Das Wunderkind
Es begann am 27. Januar 1756 um 8 Uhr abends: Anna Maria Mozart, geborene Pertl, bringt Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart im Hagenauerhaus in Salzburg, Getreidegasse Nr. 9, zur Welt. Der Vater Leopold Mozart, ein hochfürstlicher Hofmusiker, lernt seinen Kindern Wolferl und Nannerl das Spiel auf Cembalo, Orgel und Geige. Mit nur fün f Jahren schreibt sein genialer Sohn bereits die erste Komposition.
Leopold Mozart managt seine Kinder mit Erfolg: Bei einer mehrmonatigen Wien-Reise 1762 dürfen die Mozart-Kinder im Spiegelsaal von Schloss Schönbrunn vor Kaiserin Maria Theresia musizieren. Nach dem Konzert hüpft Wolferl ganz ohne Scheu der Monarchin auf den Schoß, umarmt und küsst sie. Das Wunderkind, ein kleiner Mann mit gepuderter Perücke und Miniaturdegen, ist Stadtgespräch. Und so wird dem Zwölfjährigen beim zweiten Besuch (1768) eine zweistündige Audienz in der Hofburg, der Residenz der Habsburger für mehr als 600 Jahre, gewährt. Der mittlerweile weit gereiste Wolfgang kennt London, Paris, Brüssel und viele Städte in Deutschland. Er hat in fürstlichen Salons und, wenn die Reisekasse halb leer war, in bürgerlichen Tanzsälen aufgespielt. Im Herbst 1781 gibt Mozart zu Ehren des Herzogs von Württemberg ein Konzert in der Hofburg. Den Weihnachtsabend desselben Jahres verbringt er mit Kaiser Josef II., Maria Theresias Sohn, in den Kaiserappartements.
Mozart - S ein eigener Herr
1781 wohnt der mittlerweile 25-jährige Mozart einige Wochen im Haus des Deutschen Ritterordens in Wien - im Gefolge seines Dienstgebers, des Salzburger Erzbischofs. 350 Werke (!) hat er bereits geschrieben und so beschließt er, hier ab sofort selbständig zu sein, weshalb er ungnädig entlassen wird. Nun beginnt sein erfolgreichster Lebensabschnitt: Mozart bleibt in Wien, befreit sich damit vom dominanten Vater und arbeitet als freischaffender Künstler - mit Kompositionsaufträgen und Klavierunterricht. 1782 heiratet Mozart im gotischen Stephansdom, bis heute Wahrzeichen der Stadt Wien, seine Constanze Weber.
„Wenn ich all die heiraten müsste, mit denen ich gespaßt habe, so müsste ich leicht 200 Frauen haben.“
Das Paar stürzt sich ins musikalische und gesellschaftliche Leben Wiens und bleibt trotz mancher Affäre bis zu Mozarts Tod zusammen. Sechs Kinder werden zur Welt gebracht, aber nur zwei davon überleben das Babyalter. Mozart wird 1786 von Gottfried Freiherr van Swieten, dem Direktor der Wiener Hofbibliothek, zu dessen als „Sonntagsakademien“ bezeichneten Konzerten in die Räume der heutigen Nationalbibliothek eingeladen. Er spielt für seinen späteren Mäzen am Piano und lässt seine wunderbare Altstimme erklingen.
In der Orangerie von Schloss Schönbrunn, Treffpunkt der feinen Wiener Gesellschaft, findet 1786 auf Wunsch von Joseph II. ein „musikalischer Wettstreit“ zwischen Mozart und Hofkapellmeister Antonio Salieri statt. Der Kaiser gibt Salieri den Vorzug, Mozart wird stellvertretender, unbesoldeter Kapellmeister zu St. Stephan in Wien. Im Alter von 30 Jahren befindet sich Mozart auf dem Gipfel seiner Karriere. Für die Aufführung seiner Werke bei Hof verdient er aber trotzdem nur die Hälfte von Salieri.
Mozart - Ein Star für die Ewigkeit
„Così fan tutte“ wird 1790 uraufgeführt, 1791 folgen „La Clemenza di Tito“ und „Die Zauberflöte“. 1791 wird Mozarts sechstes Kind, Franz Xaver Wolfgang, geboren. Kränklich und von Todesahnung erfüllt, arbeitete Mozart an seinem letzten Werk - dem unvollendet gebliebenen Requiem KV 626. Am 5. Dezember 1791 um 0.55 Uhr starb Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 35 Jahren in seiner Wiener Wohnung in der Rauhensteingasse Nr. 8 an „hitzigem Frieselfieber". Sein Leichnam wird im Stephansdom, wo er geheiratet hat, eingesegnet. Als Mozart stirbt, ist kein Bargeld im Haus – daraus entsteht die Legende seiner Armut. Auf dem stimmungsvollen Friedhof St. Marx, damals weit außerhalb der Stadt, findet Mozart seine letzte Ruhestätte. Nach Art der Zeit wird er in einem Schachtgrab ohne Grabkreuz mit vier bis fünf weiteren Toten beigesetzt.
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