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ORF Friedenslicht aus Bethlehem


Geschenk des Friedens als Weihnachtsbrauch

Das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem leuchtet auch dieses Jahr am Heiligen Abend als Weihnachtsbrauch des ORF Oberösterreich zum 20. Mal in mehr als 25 europäischen Ländern. Seit dem Beginn dieser Aktion im Rahmen von “Licht ins Dunkel” im Dezember 1986 erinnert dieses Licht daran, dass bei der Geburt Jesu die Engel in Bethlehem vom Frieden für die Menschen auf Erden gesungen haben. Das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem ist kein magisches Symbol, das den Frieden herbeizaubern kann. Es erinnert vielmehr daran, dass sich die Menschen für den Frieden einsetzen müssen, dass alle aufgefordert sind, in ihrem Bereich und in ihrem Leben Frieden zu schaffen. So wie die kleine Flamme millionenfach von Kerze zu Kerze, von Hand zu Hand weiter gegeben wird, so muss auch der Friede von Mensch zu Mensch wachsen. So wie sich das Licht der kleinen Flamme durch ein Zeichen der Zuneigung ausbreitet, kann auch der Friede verbreitet werden.


Kinder bringen das Licht

Von 1986 bis 1999 entzündete ein Kind aus Oberösterreich das ORF-Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Bethlehem und brachte es per Flugzeug nach Linz. Von Oberösterreich aus wird das leuchtende Weihnachtssymbol in 25 Ländern Europas verteilt und am 24. Dezember von Millionen Menschen als Zeichen des Weihnachtsfriedens geholt, weitergegeben und behütet. Im Jahr 2000 wurde das ORF-Friedenslicht wegen der politischen Lage in Israel erstmals nicht im Rahmen einer großen Pilgerreise geholt, sondern auf dem Flughafen von Tel Aviv an das Friedenslichtkind aus Oberösterreich übergeben. 2001 wurde das ORF-Friedenslicht erstmals von Kindern aus Israel nach Österreich gebracht.

Im Jahr 2002 entschloss sich der ORF Oberösterreich das Friedenslicht wieder in Bethlehem zu holen. Die 6-jährige Tochter einer christlichen, arabischen Familie entzündete das leuchtende Weihnachtssymbol in der Geburtsgrotte. Es wurde in Linz an das oberösterreichische Friedenslichtkind weitergegeben. Das oberösterreichische Friedenslichtkind 2005 kommt aus Linz-Pichling. Der elfjährige Jürgen Lengauer entzündete am 21. November 2005 in der Geburtsgrotte in Bethlehem das ORF-Friedenslicht. Der Bub hat sich im vergangenen Sommer als Lebensretter ausgezeichnet und wurde als Belohnung dafür als Friedenslichtkind nominiert.


Idee im ORF-Landesstudio entstanden

Ursprung für das ORF-Friedenslicht war 1986 eine Idee im ORF-Landesstudio Oberösterreich. Das leuchtende Weihnachtssymbol wurde zunächst in Österreich als Dankeschön an alle verteilt, die mit ihrer Spende die ORF-Aktion "Licht ins Dunkel" und damit behinderte und notleidende junge Menschen unterstützten. Es war der Gedanke, im Rahmen von "Licht ins Dunkel" in Bethlehem ein Licht zu entzünden und es den Menschen im weihnachtlichen Frieden als Symbol der Verbundenheit zu geben. Inzwischen hat sich das ORF-Friedenslicht in mehr als 25 europäischen Ländern zu einem neuen, stimmungsvollen Weihnachtsbrauch entwickelt hat. Es hat die Herzen der Menschen erobert, die sich vom Frieden auf Erden rühren lassen.


Über alle Grenzen hinweg

Unmittelbar nach der Wende im Jahr 1989 überschritt das Friedenslicht Grenzen, die wenige Monate vorher als unüberwindlich galten. 10.000 Menschen begrüßten es vor 14 Jahren wenige Tage vor dem Heiligen Abend auf dem Hauptplatz der südböhmischen Stadt Budweis als Sinnbild der neuen Nachbarschaft und Verbundenheit. Das Friedenslicht brannte an der geöffneten Berliner Mauer, in der Freude über das Fallen des Eisernen Vorhanges brachten es die Österreicher zu ihren neuen Nachbarn in Berlin und Thüringen.

Im Jahr 1989 begannen auch die Pfadfinder, das Friedenslicht aus Bethlehem von Wien aus in die östlichen Nachbarländer zu bringen. In der Schweiz hat die Verteilung des Friedenslichtes aus Bethlehem eine besonders starke Tradition, getragen von einer Gruppe mit dem Namen "Friedenslicht Schweiz". Auch in Norditalien betreuen Jugendgruppen vom Trentino aus das Friedenslicht zusätzlich zu den Pfadfindern.

Auch in Deutschland  wird das Friedenslicht seit mehr als 15 Jahren von Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu Weihnachten in die Gemeinden gebracht. Mit dem Zug wird es in rund 30 Städte in ganz Deutschland gebracht und in zentralen Aussendungsfeiern an Gruppen und Gemeinden weitergereicht. Als Geschenk des Friedens brennt das Licht in vielen Häusern und Kirchen. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen es in die Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände, öffentliche Einrichtungen und zu Menschen, die im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens und am Rande stehen.


ORF-Friedenslicht für den Papst

In den Jahren 1989 und 2000 wurde das Friedenslicht an Papst Johannes Paul II. überreicht. Höhepunkt in diesem Jahr wird die Übergabe an Papst Benedikt XVI. sein, der das Friedenslicht eine Woche vor dem Heiligen Abend bei einer Privataudienz entgegennimmt.


In Österreich kann das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem am 24. Dezember in allen ORF-Landesstudios, in allen Bahnhöfen und in allen Rotkreuz-Dienststellen geholt werden. Das ORF-Friedenslicht brennt ebenso in den meisten Kirchen, und viele Jugendorganisationen verteilen dieses Weihnachtssymbol, das für unzählige Menschen inzwischen schon ein selbstverständlicher Teil des Weihnachtsbrauchtums geworden ist.

 

                    Bild- und Textquelle:
                    ORF - Österreichischer Rundfunk 
                    A-1136 Wien 
                    Würzburggasse 30 
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