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Zeit für eine Tasse Tee

Heutzutage ist Tee eines der beliebtesten Getränke der Welt. Die Sortenvielfalt ist groß und damit für jeden Geschmack etwas dabei. In welcher Form auch immer Sie Tee genießen möchten, Ihnen steht jede Freiheit offen. Tatsache ist, Tee ist ein sehr gesundes Getränk, da es ein Naturprodukt ist und je nach Sorte verschiedenste wertvolle Bestandteile enthält.

Der Teestrauch

Tee, ein Baumgewächs, wird für die Teekultur durch regelmäßiges Zurückschneiden buschartig gehalten. Der Tee gehört zur Gattung der Kamelien. Der immergrüne Strauch hat dunkle, gezahnte, lederartige Blätter. Die Blüte ist weiß bis rosa, die Frucht klein mit harter Schale. Die beiden Ur-Teepflanzen:


Thea Sinensis (oder chinesischer Tee)


Thea Assamica (oder Assam-Tee)


Die beiden Ur-Teepflanzen hat man immer wieder gekreuzt, um so zu immer feineren, aromatischeren und vor allem widerstandsfähigeren Arten zu kommen. Dabei hat sich die sogenannte Assamhybride als besonders geeignet gezeigt. Sie ist heute die Grundlage fast aller Teekulturen der Welt. Die Unterschiede im Geschmack und Güte der verschiedenen Teesorten liegen nicht nur an der Teepflanze, sondern werden in erster Linie durch Anbaugebiet und dessen Klima bestimmt. Nicht zu vergessen die sorgfältige Aufbereitung in der Fabrik.




Die Ernte des Teestrauches


Ein Teestrauch hat tausende von Blättern. Aber nicht jedes Blatt wird Tee. Die Pflückformel für Qualitätstees lautet weltweit: “Two leaves and a bud”. Das heißt, dass nur die beiden obersten Blätter und die Knospe vom Strauch gepflückt werden dürfen, denn in ihnen sitzt das feinste Aroma. In den Wachstumsperioden kann man einen Teestrauch etwa alle 10 bis 15 Tage ernten.  Im Winter legen die Pflanzen eine Vegetationsphase ein. Alle Nährstoffe die im Boden stecken, sammeln sich dann in der Pflanze und entfalten sich mit den wärmeren Temperaturen im Frühjahr. Deshalb haben die ersten Triebe auch eine Extra-Portion Inhaltsstoffe und Aroma.

Anbaugebiete

Hauptanbaugebiete von Tee sind Indien, Indonesien, Vietnam, China, Sri Lanka, Papua, sowie große Teile Süd- bzw. Mittel-Afrikas und Südamerikas. Aus diesem weiten Spektrum der Anbaugebiete ist ersichtlich, dass keine Verallgemeinerungen hinsichtlich Temperaturen und Niederschlagsmengen aufgestellt werden können.
Einige der beliebtesten Heilpflanzen und ihre Wirkung.

  • Kamille: Die Echte Kamille (Chamomilla recutita) wächst in fast ganz Europa und vielen Teilen Asiens und zählt zu den beliebtesten Heilkräutern. Im alten Ägypten wurde sie wegen ihrer Blütenform auch als „Blume des Sonnengottes“ bezeichnet. Damals wie heute schätzt man ihre vielseitige Heilwirkung. So wird sie oft bei Entzündungen angewendet und bewährt sich bei Magen-Darm-Beschwerden.
  • Pfefferminze: Unter den zahlreichen Minzearten ist die Pfefferminze, Mentha piperita, eine der heilkräftigsten. Wegen ihrer Bitterstoffe hilft sie bei den meisten Magen und Darm-Beschwerden sehr schnell. Ihr Geschmack ist angenehm frisch und kühlend. In arabischen und nordafrikanischen Ländern ist Pfefferminztee ein Nationalgetränk.
  • Melisse: „Melissa“ bedeutet „Bienenblatt“: Melissa officinalis verdankt ihren Namen der Verwendung als Futterpflanze für Bienen. Ihre Inhaltstoffe wirken entspannend und krampflösend. Auch in der Küche ist die Melisse beliebt: Die Blätter schmecken aromatisch zitronenartig.
  • Eibisch: 
Eibisch, Althaea officinalis, stammt aus südlichen Ländern. Für Eibischtee können die geschälte und getrocknete Wurzel, aber auch Blätter und Blüten verwendet werden. Er schmeckt leicht süßlich und wird deshalb auch gerne von Kindern getrunken. Eibisch wirkt reizlindernd bei Erkrankungen der Atemwege und Husten.
  • Rotkleeblüten: Rotklee, Trifolium pratense, ist eine Wiederentdeckung der letzten Zeit. Die nektarreichen Blüten finden als Tee Verwendung, sie verfeinern aber auch Salate und Gemüsegerichte. Ihr zart süßlicher Geschmack erinnert an die unbeschwerten Sommer unserer Kindheit.
  • Anis: Anis, Pimpinella anisum, verleiht dem Tee eine süßlich-würzige Note. Viele alkoholische Getränke verdanken ihm ihren typischen Geschmack – etwa Ouzo, Raki oder Pernod. Wie der Fenchel hilft auch Anis der Verdauung.
  • Lemongras: Beim Lemongras oder Zitronengras (Cymbopogon citratus) werden Stängel und Blätter verwendet. Der Geschmack ist zitronenartig, mit einem Hauch von Rosenduft und einem sehr leichtes Zwiebelaroma. Im Tee kommt vor allem das zitronenfrische Aroma zur Entfaltung, er fördert die Konzentration.
  • Holunderblüten: Die frischen Blütendolden, in Palatschinkenteig herausgebacken, sind eine Köstlichkeit. Holunder (Sambucus nigra) wirkt antioxidativ und so vorbeugend gegen bösartige Zellveränderungen. Tee aus den intensiv riechenden Blüten verspricht leichten, frischen, süßlichen Genuss, er wirkt blutreinigend und schweißtreibend.
  • Lindenblüten: Die Sommerlinde ist ein stattlicher Baum mit dichter Krone. Aus ihrem Nektar gewinnen Bienen einen intensiv gelben Honig mit markantem Geschmack. Der Geschmack des Tees ist fein, blumig und schwach süß. Die Inhaltstoffe der Lindenblüte (Flores Tiliae) treiben den Schweiß und senken das Fieber.

Die Kombination verschiedener Heilpflanzen in sogenannten Wellness-Tees ist die optimale Verbindung von Wirkung und Genuss: Für die verschiedensten körperlichen und seelischen Befindlichkeiten haben die Teehersteller die passenden Kräuter harmonisch aufeinander abgestimmt und mit wohlschmeckenden Zutaten verfeinert.
So gibt es Kräuterteemischungen für Tage, an denen Hals und Brust besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Wohltuend wärmende Kombinationen, die dem Körper helfen, grippale Effekte zu bewältigen. Man bietet natürliche Unterstützung für die körpereigenen Abwehrkräfte oder Beruhigung für den Magen. Auch zur inneren Reinigung sind Teemischungen auf dem Markt, ebenso entschlackende Varianten zur Unterstützung beim Fasten. Und wie der Körper, wird auch die Seele gut versorgt: Die Palette reicht vom entspannenden Kräutertee für Momente, die nach Erholung und Ruhe verlangen, bis hin zum vitalisierenden und belebenden Mix als natürlicher Muntermacher und zum Jungfühlen.

Allgemeine Empfehlungen für den Teegenuss


  • Verwenden Sie beste Tee-Qualität aus dem Teefachgeschäft


  • Lagern Sie Tee in gut verschlossenen, Licht und Luft undurchlässigen Behältnissen und nicht zu Nahe an beispielweise stark-duftenden Kräutern, welche Gerüche abgeben könnten.


  • Tee stets mit frischem, sprudelnd kochendem Wasser aufgießen (einzige Ausnahme: Grüner, Weißer und Gelber Tee - hierbei das Wasser nach dem Aufkochen etwas abkühlen lassen)


  • Dosieren Sie Tee mit Bedacht,  zu schwacher Tee wird nicht stärker, zu starker Tee kann mit heißem Wasser verdünnt werden. Man rechnet gewöhnlich 1 bis 1 ½ Teelöffel Tee pro Viertelliter Wasser.


  • Spülen Sie die Teekanne vor dem Aufguss mit heißem Wasser aus - das Vorwärmen der Teekanne verbessert den Teegeschmack, da das Wasser während des Aufgusses länger heiß bleibt.


  • Verwenden Sie ein Stövchen nur bei gut gefüllter Teekanne, damit der Tee nicht "nachkocht". Empfehlenswert sind auch "Teehauben", damit der Tee länger heiß bleibt.


  • Finden Sie die passenden Tees zu Ihrem Wasser.


  • Vermeiden Sie zu kleine Tee-Filter oder Tee-Eier, welche verhindern, dass der Tee sein ganzes Aroma entfalten kann.


  • Schwarztees können nach Belieben pur, mit Milch, Obers, Zucker oder Kandis serviert werden.
  • Grüntee, Weißer Tee, Gelber Tee und Oolong Tee sollten klassisch pur genossen werden.


  • Bei hochwertigen Grüntees sind mehrere Aufgüsse möglich.

Bild- und Literaturnachweis:
http://www.demmer.at
http://www.kaffeeteeverband.at
http://de.wikipedia.org/wiki/Tee
http://www.welt.de/multimedia/archive/1235478560000/00760/gruener_tee_2_DW_Wi_760528g.jpg
http://www.geo-reisecommunity.de/bild/regular/97264/Tee.jpg
http://www.photocase.de (bild von una.knipsolina)
http://www.ringzentrum.at/presse/kraeutertee.jpg
https://www.teeladen-herzberg.de/shop/images/product_images/original_images/44_0.JPG